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Studie: Jugendliche verunsichert durch Fake News

Anlässlich des 14. internationalen Safer Internet Day am 07. Februar 2017 präsentierte Saferinternet.at die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema „Gerüchte im Netz: Wie bewerten Jugendliche Informationen aus dem Internet“. Soziale Netzwerke zählen zu den Hauptinformationsquellen, obwohl sie von den Jugendlichen als wenig vertrauenswürdig eingeschätzt werden. 86 Prozent der Befragten geben an nicht immer sicher zu sein, ob die Informationen, mit denen sie im Netz konfrontiert sind, auch wahr sind. Sie erwarten von Eltern und Lehrenden Hilfe beim Erwerb von Informationskompetenz.

Soziale Netzwerke und Fernsehen wichtigste Informationsquellen

Die mit Abstand wichtigsten Informationsquellen für Jugendliche in Österreich zu tagesaktuellen Themen (Politik, Sport, Promis etc.) sind, neben dem Fernsehen, mittlerweile Soziale Netzwerke. Jeweils 59 Prozent geben diese als eine ihrer drei wichtigsten Informationsquellen an. Es folgen Radio (33 %), YouTube (27 %) und Tageszeitungen (25 %) sowie Websites der Tageszeitungen (20 %). 17 Prozent geben an, tagesaktuelle Informationen vor allem von YouTubern zu beziehen und 12 Prozent von Gratiszeitungen. Jugendliche beziehen ihre tagesaktuellen Informationen also aus einem Mix aus traditionellen und Online-Medien.

Häufig genutzte Online-Medien als wenig glaubwürdig eingeschätzt

Bemerkenswerte Unterschiede ergeben sich, wenn die Nutzungshäufigkeit der Medien mit der Einschätzung der Glaubwürdigkeit verglichen wird. Als „sehr glaubwürdig“ schätzen Jugendliche vor allem die traditionellen Medien wie Radio (32 %), Fernsehen (29 %) und Webseiten klassischer Medien (23 %) ein. Hingegen bewerten nur 10% der Jugendlichen Soziale Netzwerke, die gleichauf mit Fernsehen die häufigste Informationsquelle darstellen, als sehr glaubwürdig. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim beliebten Videoportal YouTube: Nur 9 Prozent der Jugendlichen beurteilen dieses als sehr glaubwürdig. Dazu passt auch, dass 60 Prozent der Jugendlichen angeben, dass ihrer Einschätzung nach ein großer Teil der Nachrichten zu aktuellen Themen in Sozialen Netzwerken unwahr ist.

„Daran erkennt man das Dilemma der Jugendlichen. Obwohl sie Sozialen Netzwerken nur eine geringe Glaubwürdigkeit zugestehen, sind sie für Jugendliche die wichtigste Informationsquelle für tagesaktuelle Themen. Jugendliche sind sich dieser Widersprüchlichkeit durchaus bewusst, wissen aber oft nicht, wie sie damit umgehen sollen“, so Bernhard Jungwirth, Saferinternet.at-Koordinator.

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